Ich bin ja absolut kein Thriller-Fan, doch da Sebastian Fitzek so berühmt ist und jetzt auch noch einen Roman geschrieben hat, dachte ich mir, na wenigstens den musst du lesen.

Meine Erwartungen waren tatsächlich niedrig und der Roadtrip, der auf dem Klappentext beschrieben wird, hörte sich wirklich nicht schlecht an. Insgeheim hoffte ich aber doch auf ein bisschen emotionale Tiefe. Die brauche ich einfach, damit mich ein Buch packt. Gefunden habe ich sie dann aber leider nicht. Es war alles sehr gewollt witzig geschrieben. Da stehe ich leider nicht so drauf. Vor allem nicht, wenn es sich durch das gesamte Buch zieht. Dann nervt es mich irgendwann.

Sebastian Fitzen Kein Thriller Klappentext

Perspektive: Immer aus Sicht von Livius, der Hauptfigur, der mit Mietwagen von München nach Berlin muss, um seine Ehe zu retten. Dann kam ungefähr in der Mitte eine Stelle, an der ich dachte, oh, jetzt wird es doch noch emotional. Denn da wechselte plötzlich die Perspektive und es wurde aus Sicht von Lea geschrieben, seine chaotische Mitfahrerin. Doch leider war es das einzige Kapitel. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Kurz vor Ende des Buches, als Livius herausbekommt, was eigentlich los ist mit Lea (der Leser erfährt dies schon im Lea-Kapitel), wurde es dann doch noch mal emotional. Das hat mich dann ein bisschen versöhnt. Lea wirkt nämlich ein bisschen durchgedreht, aber das hat auch einen Grund und das ist kein schöner. Das Buch endet mit einer kleinen Überraschung. Die fand ich wieder gelungen.

Sebastian Fitzen Kein Thriller

Insgesamt gesehen aber nicht so mein Fall, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Was ich aber herausragend finde ist, dass ein Thriller-Autor sich jetzt auch mal an einen Roman herangetraut hat. Ein totaler Genre-Wechsel, den nicht jeder draufhat. Also ich könnte keinen Thriller schreiben 🙂

 

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